Die Mahnung geht raus — die Mahngebühr und die Verzugszinsen bleiben in den meisten NetSuite-Accounts eine Fußnote im Brief, die nie im Hauptbuch ankommt. Der Basiszinssatz steht in einer Tabelle, die Mahnstufe in einem Kopf, und wer gestern gezahlt hat, bekommt heute trotzdem Post. Die Dunning Suite nimmt den ganzen Weg in den Mandanten: Mahnstufen nach Ihren Regeln, Gebühren und Zinsen als echte Rechnung, gesetzliche Sätze als Stammdaten — und eine Freigabe, bevor irgendetwas versendet oder gebucht wird.
Die Mahnkonsole liegt in NetSuite und zeigt jede Zeile als einen Lauf: Gesellschaft (Profil), Art — Mahnschreiben, Kontoauszug oder Fälligkeitshinweis —, Status, Stichtag, Anzahl der Schreiben, Fehler, Gebühren und Zinsen. Läufe im Status „Pending approval“ warten auf Sie; im Freigabemodus „auto“ laufen sie nach Zeitplan durch. Ein Klick auf die Laufnummer öffnet den Lauf mit allen Briefen und den Rechnungen dahinter.
¹ Gemessen in einem NetSuite-Testaccount: ein Lauf mit 250 Briefen inklusive Gebührenrechnungen und Protokolleinträgen.
Jede Mahnung listet die überfälligen Rechnungen mit Fälligkeit, Tagen und Stufe auf und weist Hauptforderung, Verzugszinsen und Mahngebühr getrennt aus — genau so, wie sie auf der Gebührenrechnung im Hauptbuch stehen. Rechnungen, die noch keine neue Stufe erreichen, werden zur Information mitgeführt, ohne dass für sie etwas berechnet wird. Die Vorlagen liegen in Deutsch und Englisch bei und tragen je Gesellschaft Ihren Briefkopf mit Logo und Bankverbindung.
NetSuite kennt jede offene Rechnung und jedes Fälligkeitsdatum. Was fehlt, ist alles, was nach dem Brief kommt: die Gebühr, die irgendwo gebucht werden muss, der Zins, der sich zweimal im Jahr ändert, die Stufe, die nicht rückwärts laufen darf, und der Nachweis, wer wann was bekommen hat.
Das Standard-Mahnwesen schreibt Briefe und zählt Stufen. Die Mahngebühr und die Verzugszinsen, die darin stehen, bucht niemand — oder jemand bucht sie von Hand, Wochen später, mit anderen Beträgen.
Basiszinssatz plus neun Prozentpunkte, taggenau je Rechnung, über einen Satzwechsel hinweg: Das rechnet eine Tabelle, die eine Person pflegt. Fällt sie aus, stimmt der Zins auf dem nächsten Brief nicht mehr.
Die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB gibt es je Rechnung genau einmal. Wer sie auf der zweiten und dritten Mahnung wieder ansetzt, bekommt den Anruf des Kunden — und hat keine Spur, wann sie schon berechnet wurde.
Welcher Kunde auf welcher Stufe steht, lebt in einem Feld, das jeder überschreiben kann. Eine Teilzahlung, ein Massenlauf, ein Neuanlauf nach einem Fehler — und die dritte Mahnung kommt als erste.
Ein Massenversand geht raus, und der Kunde, der gestern bezahlt hat, der mit dem offenen Reklamationsfall und der mit dem Zahlungsplan bekommen dieselbe Mahnung. Die Entschuldigung schreibt dann der Vertrieb.
Bricht ein Lauf in der Mitte ab, weiß niemand, welche Briefe schon draußen sind. Noch einmal starten heißt: manche Kunden zweimal mahnen und manche Gebühren zweimal buchen.
Für überfällige Kunden, in Stufen, die Sie festlegen — konsolidiert je Kunde oder je Rechnung. Je Stufe eine Gebühr, dazu Verzugszinsen je Rechnung.
Die freundliche Variante vor oder zur Fälligkeit: „Ihre Rechnung wird demnächst fällig.“ Nur an Kunden, die sie ausdrücklich wünschen.
Der Stand aller offenen Posten zum Stichtag, Gutschriften und Zahlungen als Minusposten — auf Wunsch auch mit kürzlich ausgeglichenen Belegen. Eigener Rhythmus, Mindestabstand je Kunde, eigene Auszugsadresse.
Trägt eine Mahnung Gebühren, entsteht je Brief eine Gebührenrechnung auf dem Kundenkonto: eine Gebührenzeile, eine Zinszeile je überfälliger Rechnung, datiert auf den Stichtag des Laufs. Steuerlich korrekt — mit Legacy Tax über den Steuercode des Profils, mit SuiteTax über die Steuer-Engine.
Basiszinssatz, Aufschläge für B2B und B2C, die 40-Euro-Pauschale, die Deckelung bei Verbrauchern: alles liegt als Compliance-Pack je Land mit Gültigkeitsdatum im Account. Der nächste Basiszinssatz ist eine Datenpflege, kein Update.
Die Mahnstufe einer Rechnung steigt mit jedem Lauf, der sie enthält, und wird nie zurückgesetzt. Eine Rechnung, die noch keine neue Stufe erreicht, steht zur Information im Brief — berechnet wird für sie nichts.
Jeder Lauf wird vorgeschlagen und wartet. Sie sehen jeden Brief in der Vorschau, nehmen Kunden heraus, pausieren sie oder brechen den Lauf ab. Erst „Freigeben & Ausführen“ bucht und versendet.
Ein wiederholter Lauf nutzt die vorhandene Gebührenrechnung, erkennt am Kommunikationsprotokoll, was schon draußen ist, und setzt Stufen nie zurück. Schlimmstenfalls erledigt er den Rest.
Zahlungsplan, Reklamation, Zahlungszusage: Kunde oder einzelne Rechnung für 1 bis 365 Tage mit Grund pausieren — direkt am Datensatz oder aus der Konsole. Künftige Läufe lassen sie in Ruhe.
Je Geschäftsbereich ein Profil: Stufenleiter mit Karenztagen, Gebühr je Stufe, erste Mahnung kostenlos oder nicht, letzte Stufe als Endstufe, konsolidierter Brief je Kunde oder ein Brief je Rechnung, Versandkanal und Freigabemodus.
Zinsbasis (Basiszins plus Aufschlag, fester Jahres- oder Monatssatz, keine Zinsen), B2B- und B2C-Aufschläge, Pauschale, Gebührendeckel, Zinsen nur mit Zustimmung (USA) und die Pflichttexte für den Brief — Deutschland, EU und USA liegen bei.
Der Basiszinssatz als Reihe mit Stichtagen. Zinsen über einen Satzwechsel hinweg werden in Abschnitte geteilt und so auf dem Brief gezeigt. Bereits berechnete Zeiträume werden nie ein zweites Mal verzinst.
Die Buchungslogik kennt Legacy Tax und SuiteTax als gleichwertige Ziele — eine Codebasis, keine Sonderversion. Welche bei Ihnen läuft, prüfen wir bei der Einrichtung.
Mahnung, Fälligkeitserinnerung und Kontoauszug als Vorlagen in Deutsch und Englisch, mit Briefkopf, Logo und Bankverbindung je Gesellschaft; die Sprache kommt aus den Stammdaten des Kunden. Weitere Sprachen und Textbausteine sind Vorlagenpflege, kein Projekt.
Je Kunde ein Kanal: E-Mail an bis zu zehn Adressen je Kunde, vom konfigurierten Absender, oder PDF im Druckstapel — zusammengefasst in Dateien bis 200 Briefe. Gedruckt und eingetütet wird bei Ihnen; das Plug-in ersetzt keinen Postdienst.
Je Brief ein Eintrag: was, an wen, wann, über welchen Kanal, mit welchem Status. Rückläufer werden sichtbar statt still. Beim Anruf „Ich habe nie etwas bekommen“ zeigen Sie auf den Eintrag.
Läufe, Briefe, Vorschau ohne Nebenwirkung, Ausschließen und wieder Aufnehmen, Pausieren, Lauf abbrechen, Freigeben, Gebühr erlassen (erzeugt und verrechnet eine Gutschrift), erneut senden, Fehlgeschlagene wiederholen — alles an einem Ort, nur für Dunning Manager und Administratoren.
Sechs Haken für hauseigene Regeln — etwa wer von der Mahnung ausgenommen wird oder welche Gebühr ein Kunde zahlt. Sie liegen außerhalb des Produkts, werden vom Administrator freigeschaltet und überleben jedes Update.
Nach dem Rhythmus Ihres Profils prüft das Plug-in die offenen Posten und entwirft die Briefe: je Kunde Stufe, Betrag, Tage überfällig, Gebühr und Zinsen. Nichts ist versendet, nichts gebucht.
Jeden Brief in der Vorschau ansehen, Kunden für diesen Lauf ausschließen, Kunden oder Rechnungen mit Grund pausieren, bei Bedarf den ganzen Lauf abbrechen. Wer reinschaut, entscheidet — nicht der Zeitplan.
Ein Klick, eine Rückfrage. Dann Brief für Brief: Gebührenrechnung buchen, PDF erzeugen, E-Mail versenden oder in den Druckstapel legen, Protokoll schreiben. Ein einzelner Fehler hält die anderen nicht auf.
Druckstapel herunterladen und zur Post geben, fehlgeschlagene Briefe nach Behebung der Ursache wiederholen, eine Gebühr aus Kulanz erlassen — als Gutschrift, die automatisch verrechnet wird.
Jede Gesellschaft bekommt ihr eigenes Mahnprofil — der Einrichtungs-Assistent legt es an. Darin steht alles, was sich zwischen Gesellschaften unterscheidet; gesteuert wird alles aus einer Konsole.
Verzugszinsen aus Basiszinssatz plus fünf Prozentpunkten bei Verbrauchern und neun bei Unternehmen, 40 Euro Pauschale je Rechnung genau einmal, Mahngebühren bei Verbrauchern auf den tatsächlichen Aufwand gedeckelt, keine Zinsen auf Zinsen (§ 289 BGB), Tageszählung act/365. Die erste Mahnung bleibt frei — sie begründet den Verzug.
EZB-Satz plus acht Prozentpunkte als Untergrenze und 40 Euro Entschädigung für Beitreibungskosten im Geschäftsverkehr. Kommt die diskutierte Verordnung mit 50 Euro, ist das ein neuer Datensatz im Pack.
Zinsen und Gebühren nur, wenn der Kunde ihnen zugestimmt hat — das Pack fragt die Zustimmung am Kundendatensatz ab und berechnet sonst nichts. Fester Satz statt Basiszins.
| Thema | NetSuite Dunning Letters (Standard) | 4A Dunning Suite 1.0 |
|---|---|---|
| Briefe je Lauf | bis zu 100 je Druck- oder E-Mail-Warteschlange | 250 Briefe in einem Lauf gemessen (14,8 Minuten) |
| Mahngebühren und Zinsen | nicht Teil des dokumentierten Umfangs | je Länderpaket berechnet und als Rechnung gebucht |
| Pflege der Regeln | Oberfläche oder CSV-Import; kein SuiteScript, keine Web Services | No-Code in der NetSuite-Oberfläche — dazu CSV und SuiteScript |
Quelle (Standard): Oracle NetSuite Help, „Dunning Limitations and Best Practices“, abgerufen am 13.10.2026.
Jeder Lauf hält bei „Zur Freigabe“ an und benachrichtigt die zuständige Person. Der vollautomatische Modus ist je Profil zuschaltbar — für Bereiche, denen Sie ihn zutrauen.
Gebührenrechnung, Versand und Stufe sind gegen Wiederholung abgesichert. Wird ein Lauf nach einer Störung erneut gestartet, erledigt er nur, was noch fehlt — belegt im Ende-zu-Ende-Test mit 250 Briefen.
Gebührenrechnung am Brief, Gutschrift beim Erlass, Protokolleintrag je Zustellung, Systemnotizen bei Pause und Fortsetzung. Die Konsole ist auf Dunning Manager und Administratoren beschränkt; die Hintergrundläufe schreiben nur, was sie selbst erzeugen.
Das Standard-Mahnwesen schreibt Briefe und verwaltet Stufen. Gebühren und Verzugszinsen stehen dort höchstens im Text; gebucht wird nichts, und gesetzliche Sätze müssen Sie selbst nachhalten. Die Dunning Suite erzeugt je Mahnung eine Gebührenrechnung im Hauptbuch, rechnet Zinsen taggenau aus Stammdaten mit Gültigkeit und stellt jeden Lauf vor dem Versand zur Freigabe.
Ja. Gebühr je Stufe auf null, Zinsbasis auf „keine“, fertig: Die Mahnung läuft dann als reine Zahlungserinnerung mit Stufen, Vorschau, Freigabe und Protokoll, und es entsteht keine Gebührenrechnung. Genauso können Sie nur die Pauschale, nur Zinsen oder beides erst ab einer bestimmten Stufe ansetzen — alles je Profil, ohne Code.
Beides. Welche Steuerlogik Ihr Account nutzt, erkennt das Plug-in selbst: Mit Legacy Tax bekommt die Gebührenzeile den Steuercode aus dem Profil, mit SuiteTax rechnet die Steuer-Engine von NetSuite. Die Abnahme der Gebührenbuchung in Ihrer Steuerkonfiguration gehört zur Einrichtung — mit einem Testlauf, bevor die erste echte Rechnung entsteht.
Nein. E-Mail-Kunden bekommen die Mahnung als PDF im Anhang, vom konfigurierten Absender. Für Druck-Kunden entsteht ein Druckstapel als PDF (bis 200 Briefe je Datei), den Sie herunterladen, drucken und zur Post geben. Die letzte Meile bleibt bei Ihnen — und ist im Protokoll trotzdem als „gedruckt“ festgehalten.
Solange der Lauf nicht freigegeben ist, nehmen Sie ihn mit einem Klick heraus — kein Brief, keine Gebühr. Ist die Mahnung schon draußen, erlassen Sie die Gebühr: Das Plug-in erzeugt eine Gutschrift und verrechnet sie automatisch. Nichts wird gelöscht, alles bleibt nachvollziehbar.
Die Vorlagen sind NetSuite-Vorlagen mit Ihrem Briefkopf, in Deutsch und Englisch enthalten. Texte, Reihenfolge der Spalten und Pflichthinweise passen wir bei der Einrichtung an; weitere Sprachen sind eine Vorlage mehr, kein Entwicklungsprojekt.
Je Geschäftsbereich ein Profil mit eigenem Compliance-Pack, eigenem Absender und eigenem Rhythmus. Gebühren und Zinsen werden nur berechnet, wenn die Währung des Packs zur Rechnung passt — eine Fremdwährungsrechnung bekommt den Brief, aber keinen falsch umgerechneten Zins.
Ja, über sechs definierte Haken: etwa Kunden ausnehmen, Gebühren je Kunde verändern, Empfänger ergänzen oder nach dem Lauf etwas anstoßen. Der Code liegt außerhalb des Produkts, wird vom Administrator ausdrücklich freigeschaltet und läuft bei jedem Update weiter.
NetSuite OneWorld mit der Funktion Multiple Currencies. Legacy Tax oder SuiteTax — beides geht, das Plug-in erkennt es selbst. Keine Workflows, kein Fremdserver; das Bundle bringt Datensätze, Scripts und acht Felder auf der Rechnung mit.
Als NetSuite-Bundle in Ihrem Account, lizenziert je Produktivaccount für 200 € pro Monat — buchbar direkt über die Kachel oben. Ein Einrichtungs-Assistent legt Profile, Packs und Vorlagen an; die Einrichtung mit Ihren Stufen, Sätzen und Briefen machen wir gemeinsam. Fragen Sie eine Demo an — wir spielen einen Lauf mit Ihren Daten durch.
Wir richten ein Profil mit Ihren Stufen und Sätzen ein, laden Ihre Briefvorlage und lassen einen Lauf gegen echte offene Posten laufen — bis zur Vorschau, ohne dass ein Brief das Haus verlässt.